Das Katzenelend - Mitleid hilft nicht, kastrieren schon!

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Unbemerkt von den meisten Bürgern ist das Katzenelend in Stadt und Land. Wie in vielen anderen Städten bereits verordnet, fordert auch der Arbeitskreis Tierschutz der SPD die Katzenkastrations-, -kennzeichnungs- und -registrierungspflicht in Hannover, besser noch: landes-/bundesweit. Im Koalitionsvertrag der jetzigen Landesregierung ist dieses Vorhaben vereinbart! Derzeit wird das sog. Lindemannprojekt im Landwirtschaftsministerium ausgewertet. Der AK Tierschutz, Tierärzte, Tierheime und Katzenhilfeorganisationen fordern nun endlich die Umsetzung der Koalitionsvereinbarung. Zum besseren Verständnis: Kaum jemand weiß, wie viele herrenlose Katzen in Deutschland leben und leiden - weil sich die streunenden Tiere meist verstecken. Tatsächlich streunen über zwei Millionen Katzen in deutschen Städten und auf dem Lande umher! (Quelle: VierPfoten - Stiftung für Tierschutz). In Hannover und Umland sollen es mehr als 10000 sein. Eine einzige Kätzin hat nach zwei Jahren über 30 Nachkommen! Immer wieder werden Katzenschützer/innen zu Hilfe gerufen, weil viele verantwortungslose Katzenbesitzer sich nicht um das Fortpflanzungsproblem ihrer Katzen kümmern und sie sogar aussetzen - was gesetzeswidrig ist - wenn sie tragend sind oder mit Nachwuchs nach Hause kommen. Die Folge: verwilderte Katzen, die sich unkontrolliert vermehren und sich u.a. im Brachland, auf Fabrikgeländen, auf Friedhöfen und in Gartenkolonien ansiedeln. Unter erbärmlichen, tierschutzwidrigen Umständen müssen sie hier ihr Leben fristen, täglich gegen Hunger und Krankheit kämpfen, was bei einigen Menschen Mitleid und den Wunsch zu helfen erweckt. Auf der anderen Seite gibt es viele Bürger/innen, die sich belästigt fühlen. Tierheime müssen wegen Überfüllung Aufnahmestopps für Katzen verhängen! Dagegen gibt es nur eine Lösung: die Katzenkastrations-,-kennzeichnungs- und -registrierungsverordnung - nach dem Paderborner Modell: hier haben die Verwaltung, Amtstierärzte und die Politik vorbildlich zusammengearbeitet. Erhebungen von Zahlenmaterial sind anhand eines Dossiers des Vereins "Aktion Tier- Menschen für Tiere e.V." unter www.aktiontier.org mit dem Titel "Straßenkatzen in Deutschland und das Paderborner Modell" einzusehen.